fbpx
Überspringen zu Hauptinhalt

Die Herausforderungen als junge Mutter im Pflegeberuf – ein Erfahrungsbericht von Nina Stingl

Es ist alles andere als einfach, den Spagat zwischen junger Mutter und beruflicher Karriere als Pflegefachkraft zu meistern. Auch wenn ich das anfangs immer noch ein bisschen unterschätzt hatte, bin ich im Nachhinein ziemlich erleichtert, dass ich die Doppelbelastung auf mich genommen habe.

Kurz zu meiner Person

Mein Name ist Nina Stingl, geboren in Weiden in der Oberpfalz, stolze Mutter einer 3-jährigen Tochter und passionierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Meinen Realschulabschluss machte ich mit 17, danach absolvierte ich eine ein- bzw. dreijährige Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Klinikum Fichtelgebirge in Selb und anschließend in Marktredwitz.

Im dritten Ausbildungsjahr wurde ich dann unverhofft schwanger und schloss, gerade noch rechtzeitig, mein Examen erfolgreich ab. Nach der Geburt meiner kleinen Tochter Milena und einem anstrengenden aber auch unvergesslich schönen Jahr Elternzeit musste ich entscheiden, wie und in welchem Ausmaß es beruflich für mich weitergeht.

Mein Kickstart in den Traumberuf

Ich entschloss mich im Mai 2018 für meinen erlernten Beruf, unweit von meiner Heimat, im oberfränkischen Selb. Und das in einem Unternehmen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen mit Intensivpflegebedarf und künstlicher Beatmung in ambulant betreuten Wohngemeinschaften zu versorgen – dem Intensivpflegeteam Lebenswert.

Bereits nach meiner ersten Arbeitswoche war ich hellauf begeistert. Die Kollegen haben mich herzlich und nett empfangen, die Einarbeitung war fachlich und menschlich TOP und ich habe mich richtig gut aufgehoben gefühlt.

Dann das große Fragezeichen: die Dienstplangestaltung

Hier war es mir natürlich als junge Mutter wichtig, so flexibel wie möglich zu sein. Anders als in vielen Schauergeschichten aus der Pflege wurde hier offen und fair auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingegangen. Es gab nicht einfach einen vorgesetzten Plan, sondern wir erarbeiteten diesen im Team und zusammen mit der Teamleitung. Wenn Not am Mann war, sprangen wir ein. Wenn umdisponiert werden musste, war das in der Regel auch möglich. Man muss halt nur miteinander sprechen und das taten wir.

Meine größten Herausforderungen zwischen Wickeltisch und Intensivpflege-WG

Ein großes Thema ist die Kinderbetreuung, ich kann von Glück sagen, einen so guten Familienzusammenhalt mit wahnsinnig viel Unterstützung durch meinen Partner und meine Familie zu haben. Seitdem Milena in den Kindergarten geht, ist natürlich alles etwas einfacher geworden.

Das gedankliche Umswitchen zwischen Mutter und Beruf wird oft unterschätzt. Das war für mich anfangs ehrlich gesagt der größte Kraftakt, schließlich will man ja allen Fünf gerecht werden: Baby, Familie, Arbeitgeber, Patienten und natürlich auch sich selbst. Dabei fällt es manchmal schwer, einen Ausgleich für sich selbst zu schaffen. Mittlerweile klappt das aber schon ganz gut und ich finde regelmäßig Zeit, einfach mal Nina zu sein und für ein paar Stunden nicht Mama oder Pflegekraft.

Seit meinem Start bei Lebenswert habe ich ehrlich gesagt noch keinen Moment erlebt, indem ich völlig an meine Grenze gestoßen bin. Ich fühle mich einfach wahnsinnig gestärkt von meiner Tochter – zu sehen, dass es ihr einfach an nichts fehlt und dass sie glücklich ist, treibt mich jeden Tag an und verleiht mir „Superkräfte“ (schmunzelnd). Zudem habe ich in der Arbeit immer Rückhalt durch unsere Chefs Nermin und Wolfgang, Teamleiterin Nicole, PDL Sandra und natürlich mein Team.

Im Nachhinein alles richtig gemacht

Ich fühlte und fühle mich auch heute noch sehr wohl bei Lebenswert. Wir sind Teil einer großen Pflegefamilie, in der jeder einzelne für seine Arbeit geschätzt und belohnt wird. Man hat und nimmt sich Zeit für die Patienten. Durch den außergewöhnlichen Pflegeschlüssel können wir uns mit den Schicksalen der Patienten auseinandersetzen und auf ihre Wünsche individuell eingehen. Gleichzeitig bin ich in der Lage, auch wenn es mal brennt, schnell zu Hause bei meiner Kleinen zu sein.

Nach einer kurzen Zeit als Springerin zwischen unseren Intensivpflege-WGs wurde ich ab 01.07.2019 zur Teamleitung in der WG Altenstadt befördert. Eine tolle Herausforderung, der ich mich als Mutter und Pflegefachkraft mit 105 % stellen werde.

An den Anfang scrollen